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Sitzballer der SG Emmelshausen/Bad Kreuznach Deutscher Meister!! Die Sitzballer der Spielgemeinschaft Emmelshausen/Bad Kreuznach sicherten sich bei der DM vom 25.bis 26. April im oberpfälzischen Regensburg den nationalen Titel. Die Deutsche Meisterschaft wurde im Modus Jeder gegen Jeden bei insgesamt 14 in ihren Landesverbänden qualifizierten Teams zum insgesamt 55. Mal ausgetragen. Den Behindertensportlern gelang es dabei zum 6. Mal den Meistertitel nach den Erfolgen der Jahre 1996, 2000, 2002, 2004 und 2005 zu erringen. Beeindruckender Start am ersten Turniertag Am Freitag bildete das Auftaktmatch mit einem 32:19 den traditionell starken und am Ende sechstplazierten Hessenmeister SG Hausen/Kassel einen beeindruckenden Start in das zweitägige Championat. So hoch hatte man in den vergangenen Jahren gegen diesen Gegner noch nie gewonnen! Gegen die erstmals für eine Deutsche Meisterschaft qualifizierte BSG Kempen aus Nordrhein-Westfalen gelang eine überzeugende Fortsetzung mit einem ebenfalls deutlichen 33:22, danach tat man sich mit einem 27:19 gegen Nördlingen schon etwas schwerer. Es war klar, dass die restlichen zehn Partien wirklich kein Spaziergang werden sollten. Bereits im nächsten Spiel wartete schließlich der nordrhein-westfälische Landesmeister und ehemalige Deutsche Meister, die BSG Schwerte, gegen die es im letzten Jahr noch eine sehr unglückliche Niederlage gesetzt hatte. Diese Niederlage bedeutete im Vorjahr das Aus im Titelrennen. Das war wohl der Grund, warum die Spieler der SG Emmelshausen-Bad Kreuznach jetzt mächtig aufdrehten und mit einem überdeutlichen 32:14 den Schwertern eine deftige Packung auf den Weg ins weitere Turnier gaben. Im nachfolgenden Spiel gegen die SV Salamander Kornwestheim endete der erste Spieltag mit einem 34:21. Der erste Turniertag war denn doch unerwartet leicht absolviert worden, der zweite Turniertag würde mit Sicherheit spannender und schwerer werden. Nach überragendem Start läuft es holpriger Bereits morgens um 9 Uhr wurde der zweite Tag eingeläutet, dabei bildete das Match gegen die am Ende viertplatzierten Sachsen der SG Leipzig/Plauen den Auftakt. Auch hier ging es alles andere als knapp zu. Am Ende hieß es 33:17 und das gegen einen Mitfavoriten des Turniers! Mit diesen Ergebnissen im Rücken konnte man es beim 29:14 gegen die BSG Paderborn leichter angehen lassen, bevor es gegen die Gastgeber der BVSV Regensburg nach einem 12:12 zur Halbzeit mit einem 28:22 erstmals richtig knapp zuging. Auch das letzte Match vor der Mittagspause hatte mit einem 30:25 gegen die BSG Walsum zwar für die Zuschauer einen hohen Unterhaltungswert, aber bildete spielerisch einen leichten Tiefpunkt für die bisher makellose Turnierbilanz. Solche Schwächen durfte man sich am folgenden Nachmittag nicht mehr erlauben. Nachmittäglicher Showdown in vier Akten Der Spielplan wollte es so, dass im ersten Spiel nach der Mittagspause bereits der Titelverteidiger und achtmalige Meister, die BS Oberhausen, wartete. Es war vor dem Spiel bereits klar, dass nur der Sieger noch Chancen auf den Titel haben würde. Das Match war sofort hart umkämpft und die Oberhausener hatten auch zahlreiche Schlachtenbummler mitgebracht, die für einen angemessenen Lautstärke-Pegel sorgten. Von Anfang an lagen die Sitzballer der SG Emmelshausen-Bad Kreuznach vorn, bis zur Halbzeit hieß es 13:12. Dieser Vorsprung konnte in der Folge auf bis zu 3 Punkte ausgebaut werden. Einige ungewöhnliche Schiedsrichter-Entscheidungen und sehr starke Oberhausener wendeten aber kurz vor dem Schlusspfiff das Blatt. Sekunden vor dem Ende hieß es noch 24:25, so dass der letzte Punkt ein letztlich leistungsgerechtes Unentschieden von 25:25 herbeiführte. Da die Oberhausener aber vorher schon 3 Verlustpunkte angesammelt hatten, bedeutete dies für sie bereits das unerwartete Aus im Titelrennen. Gegen den letztjährigen Vizemeister, die RSV Weilheim aus Oberbayern, kam es in direkter Folge zum nächsten schweren Spiel. Doch hier gab man die anfängliche Führung nicht mehr aus der Hand und konnte mit 27:22 die Punkte nach Hause fahren. Jetzt konnten nur noch zwei Teams Meister werden: Die VSG Pforzheim und die SG Emmelshausen-Bad Kreuznach, beide bis dahin ungeschlagen. Allerdings wartete im nächsten Match die BSG Opladen, gegen die man sich keine Schwachheiten erlauben durfte, was man mit einem 34:22 denn auch nicht tat. |
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Ein echtes Herzschlag-Finale um den Titel Der Verfasser des Spielplans hatte offensichtlich einen guten Riecher, es kam zum krönenden Abschluss zum Duell des zukünftigen Erst- und Zweitplatzierten. Seit Jahren geht es zwischen den beiden Teams immer sehr knapp zu und die Spieler der Mannschaften sind trotz aller Rivalität eng befreundet. Wieder gingen die Mannen der SG Emmelshausen/Bad Kreuznach früh in Führung, die Pforzheimer blieben aber immer auf Tuchfühlung. Mit 13:11 ging es in die Halbzeitpause, danach blieb es bis zum Ende dramatisch, ohne dass aber die Führung wechselte. Am Ende zählte die Bank die letzten 10 Sekunden herunter und stürmten danach unter lautem Jubel das Feld! Ein 25:23 stand auf der Ergebnistafel und das bedeutete nach 3 Jahren wieder den Titel für die Sitzballer der SG Emmelshausen-Bad Kreuznach. Bei der gleichzeitig in einer Nachbar-Halle ausgetragenen DM der Damen wurde die SG Karlsruhe/Bühl Meister vor der Landesauswahl Niedersachsen und der Landesauswahl von Rheinland-Pfalz. Nächstes Jahr findet die Deutsche Meisterschaft in Oberhausen statt, das nächste Mal Sitzball in unserer Region anschauen kann man sich am 31. Mai bei einem stark besetzten Freundschaftsturnier in Emmelshausen. |
Endstand Herren | |
| 1 | SG Emmelshausen/Bad Kreuznach | |
| 2 | VSG Pforzheim | |
| 3 | BS Oberhausen | |
| 4 | SG Leipzig/Plauen | |
| 5 | RSV Weilheim | |
| 6 | SG Hausen/Kassel | |
| 6 | BSG Schwerte | |
| 8 | BVSV Regensburg | |
| 9 | SV Salamander Kornwestheim | |
| 10 | BSG Walsum | |
| 11 | BS Opladen | |
| 12 | BRSG Nördlingen | |
| 13 | BSG Paderborn | |
| 14 | BSG Kempen | |
| Endstand Damen | ||
| 1 | SG Karlsruhe/Bühl | |
| 2 | Team Niedersachsen | |
| 3 | Landesauswahl Rheinland-Pfalz | |
| 4 | SG Herne/Gelsenkirchen | |
| 5 | SG Leipzig/Plauen | |
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Die Gewinner der Goldmedaille
(siehe Foto von links oben nach rechts unten): Heiko Wiesenthal, Holger Voll, Georg Reuter, Adolf Grünewald, Wolfgang Christ, Michael Rodriguez, Winfried Link, Peter Gäns, Rainer Zender und Christoph Seimetz.
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